Pädagogik

Messengers of Peace

Auf dem World Scout Jamboree, dem Weltpfadfindertreffen, 2011 in Schweden, war ich dabei, als das neue Programm Messengers of Peace vorgestellt wurde.

Messengers of Peace ist eine moderne Weiterführung der Friedensarbeit, die Pfadfinder seit über 100 Jahren tun. Kleine lokal durchgeführte Projekte, die die Welt ein bisschen besser machen, vermitteln gleichzeitig Kindern und Jugendlichen, dass sie einen Beitrag leisten können.

Messengers of Peace stellt dafür Kommunikations- und Planungsmethoden zur Verfügung, die solche kleinen Projekte in größere Zusammenhänge einbetten.

Es begann mit einem Train-the-Trainer-Kurs zum Thema interkulturelle Kommunikation, an dem ich direkt auf dem Jamboree teilgenommen habe. Im Herbst 2011 wurden dann die ersten online-Ressourcen zur Verfügung gestellt und bis heute immer weiterentwickelt. Ausgehend von der Projektwebsite https://www.scout.org/messengersofpeace stehen einerseits in den Gruppen direkt verwendbare Materialien zur Projektplanung zur Verfügung, andererseits werden weltweit stattfindende Messengers of Peace Projekte auf social media (https://www.facebook.com/ScoutsMessengersOfPeace, https://www.instagram.com/scoutmessengersofpeace/?hl=de)  geteilt, so dass jede Gruppe sich von dem inspirieren lassen kann, was andere bereits entwickelt haben.

Es wird mit einer eigenen vierstufigen Projektplanungsmethode gearbeitet:

1. Inspiration

Identifikation von Themen und Bedürfnissen der lokalen Community

2. Information und Entscheidung

Planung des Ergebnisses

Planung der Ressourcen (Zeit, Material, Budget, Mitwirkende)

3. Umsetzung

Durchführung des Plans

Monitoring des Fortschritts

Evaluation des Ergebnisses

4. Teilen

Berichte

Teilt Eure Geschichte

Anerkennung

Für jeden der vier Bereiche gibt es Methodiken. Die Inspiration kann zwar durch ein Projekt kommen, dass von anderen Pfadfindern bereits an einem anderen Ort durchgeführt wurde, aber um ein erfolgreiches eigenes Projekt daraus zu entwickeln, ist es unerlässlich, sich mit der lokalen Situation und en Bedürfnissen vor Ort zu beschäftigen. Gleichzeitig ist es notwendig, die Zielsetzung in einen größeren Zusammenhang einzubetten, in das Konzept Scouts for SDGs (https://sdgs.scout.org/), das Ideen dazu liefert, wie Jugendliche sich an den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (http://www.bmz.de/de/themen/2030_agenda/) orientieren können.

Information und Entscheidung beginnen mit einer Brainstorming-Phase, für die entsprechende Arbeitsblätter zur Verfügung stehen. Die Fragestellung beginnt mit den Bedürfnissen der lokalen Community und den Veränderungen, die sich die Jugendlichen wünschen. Aber nur Vorschläge, die einer ersten Konkretisierung Stand halten, werden in der soweit weiterentwickelt, dass die Gruppe im Konsens entscheiden kann, welches Projekt sie umsetzen will.

Die Umsetzung beginnt damit, aus der abstrakten ergebnisorientierten Planung nun eine konkrete Vorgehensweise zu entwickeln, deren Einzelschritte zu definieren, einen Zeitplan zu machen und schließlich die Aufgaben zu verteilen. Erst dann beginnt die konkrete Durchführung, die von einem Evaluationsprozess begleitet wird.

Das Teilen des Projekts kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Neben dem Teilen auf Social Media versehen mit dem Hashtag #messengersofpeace ist auch Berichterstattung über die Lokalpresse ein sinnvoller Weg. Wichtig ist, dass am Ende des Projektes eine Anerkennung der Anstrengung aller Mitwirkenden steht. 

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