Pädagogik

John Holt und Homeschooling

Wer ab den 1990er Jahren oder auch heute zum Homeschooling kommt, dem ist John Holts Anteil am Entstehen der Homeschooling-Bewegung meist gar nicht mehr bewusst. Die ursprünglichen Ideen, Holts Konzept des Unschooling, das sich im heutigen Verständnis der Selfeducation wiederfindet, sind vielen kaum noch bewusst.

Wer heute mit Homeschooling beginnt, kann sich (zumindest in den USA) auf einem wachsenden gutversorgten Markt bedienen und zwischen vielen Optionen wählen, die sich im Spektrum zwischen fundamentalistisch-konservativem Christentum einerseits und radikaler Reformpädagogik andererseits bewegen. John Holts Unschooling-Ansatz war aber zu Beginn der Homeschooling Bewegung in den 1960er Jahren sehr prägend und über die von ihm selbst geschaffenen Foren leicht zugänglich.

John Holt ging in der Entwicklung des Unschoolings von seinen Beobachtungen des Lernens von Kindern und seinen eigenen Erfahrungen mit Lernen und Kreativität aus. Er hat eine grundlegende Haltung des Respekts gegenüber Kindern und sieht die Interessen des Kindes als Startpunkt des Lernens.

John Holts Werks ist nicht ohne die Kenntnis seines Lebens zu verstehen. Er hat seine Gedanken immer publiziert, zunächst in seinen Büchern, dann in Growing without Schooling, dem Forum, das er sich selbst geschaffen hatte, und sie im Dialog mit seinen Lesern weiterentwickelt.

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